ran – Das junge Magazin für Gewerkschaften
Allgemeines
- ran ist ein Jugendmagazin für Auszubildende, junge Arbeitnehmer und Studierende im Alter von 16 - 28 Jahren
- ran erscheint monatlich und bundesweit mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren
- ran wird nicht am Kiosk verkauft, sondern nur an Abonnenten und kann künftig auch hier über das Internet bezogen werden
- in der Regel abonnieren Betriebe und Gewerkschaftsbüros mehrere Exemplare, die dann in den Büros an die Azubis verteilt werden
- ran möchte aber auch Privatpersonen und andere Organisationen ansprechen
Ursprung
- ran entstand im Jahr 1970 mit einer Startauflage von 66.000 Exemplaren
- nach den Studenten der 1968er Bewegung schlossen sich auch immer mehr arbeitende Jugendliche zusammen, um gegen die Missstände in der Ausbildung zu revoltieren
- zu dieser Zeit regte der Deutsche Gewerkschaftsbund ein neues Magazin an, dass ein »aggressives Mixtum aus Pop und Politik« sein sollte und als ›Anti-Bravo‹ konzipiert war
- thematisch orientierte sich ran auch an kommerziellen Jugendmagazinen mit starkem Akzent auf Alltags- und Freizeitthemen
Resonanz
- schon im ersten Jahr häuften sich Proteste: Ausbilder, Eltern und altgediente Gewerkschafter waren geschockt, z. B. vom Anblick barbusiger Mädchen
- bei den Jugendlichen hingegen kam das Konzept gut an
Höhepunkte
- 1972 erhielt ran den ›Deutschen Journalistenpreis‹ der Deutschen Journalistenunion (dju) für die Rubrik ›ran nennt Namen‹, in der die Zeitschrift Fälle von Unternehmenswillkür und Ausbeutung
von Azubis aufdeckte
- ran nahm andere Massenmedien kritisch unter die Lupe, z. B. Hauptkonkurrenz-Blatt ›Bravo‹ (1974 deckte ran auf, dass es Dr. Sommer von der BRAVO-Aufklärungsrubrik ›Liebe, Sex und
Zärtlichkeit‹ gar nicht gab)
- ein kirchenkritischer Cartoon zum Schwangerschaftsabbruch im Zusammenhang mit § 218 führte 1980 zur Auflösung der Redaktion und zur Entlassung der Chefredaktion
- 1985 kam es zur Entlassung des Chefredakteurs wegen eines satirischen Beitrags über den damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker
- zu Beginn der 1980er hatte ran das Problem, dass von der »aufmüpfigen Lehrlingsbewegung« der 1970er Jahre nur noch wenig übrig war – Jugendarbeitslosigkeit, Lehrstellenmangel und eine
schrumpfende Zahl von Gewerkschaftsmitgliedern nahmen größere Ausmaße an = Einstellungsabsichten
- ein verbessertes Konzept mit breiterem Service-Angebot für Leser sollte die Fortführung garantieren
- bis 1994 kam es zu Konflikten zwischen Verlagsleitung des Bund-Verlags und der Redaktion und zur Weiterführung des Magazin im neu gegründeten ran Verlag
Seitdem arbeitet ein engagiertes Team monatlich an Jugendthemen, die nicht nur aus nackter Haut und Kommerz bestehen. Die ran von heute vereint verantwortungsvollen Service und
gesellschaftskritische Nachrichten. Dabei bleibt Unterhaltung dennoch nicht auf der Strecke.