Mi
01
Sep
2010
Ein Verein namens MANNdat e.V. findet, dass Männer in unserer heutigen Gesellschaft durch eine übertriebene Frauenförderung benachteiligt werden. Ein kritisches Thema. In der Geschichte ist diese These schwer aufrechtzuhalten. Frauen haben lange für ihre Rechte gekämpft. Allerdings sehen gerade Jungs z.B. in der Schule oft Ungleichbehandlungen. Ein altes Menschheitsthema – der Kampf der Geschlechter. Diskutiert mit und teilt mit uns eure Erfahrungen.
Ein gewagtes Thema. Es geht um eine geschlechtsgerechte Gesellschaft und nicht darum Teile der Gesellschaft zu Unterdrücken. Die Angst der Männer in diesem Verein scheint die zu sein, unterdrückt zu
werden. Die Angst vor einem Matriarchat (Was allerdings NICHT gleichgesetzt werden kann mit FrauenHERRschaft)? Ohne Zweifel kann bei der Geschlechterförderung auch über das Ziel hinaus geschossen
werden. Andererseits geht es darum Chancengleichheit zu schaffen. Und die wird manchmal eben dadurch erreicht, indem bestimmte Bereiche gefördert werden. Dass z.B. Jungen anders lernen als Mädchen,
ist ein alter Hut. Hier ist das bei uns so festgefahrene und unflexible Bildungssystem gefordert offener und flexibler zu werden und auf die Bedürfnisse der Geschlechter auch schon im Kindesalter
einzugehen. Dass es zu wenige Grundschulleherer und zu wenige Erzieher in den Kindergärten und Schulen gibt, mag vielleicht auch daran liegen, dass diese Berufsgruppen immer noch nicht gut genug
bezahlt werden um Männer (die ja immer noch als die Ernährer der Familie gelten) zu locken. Außerdem kann es heute immer noch schnell passieren, dass Erzieher in Kitas und Kindergärten schneller als
ihre Kolleginnen in den Verdacht geraten können, pädophil zu sein.
Eine geschlechtsgerechte Gesellschaft sieht anders aus als die heutige, eine gleichberechtigte Gesellschaft wird es vielleicht nie geben.
